Zum Anfang aber singen wir

 

Die Kirchenmusik spielte eine wesentliche Rolle in der Geschichte der Reformation und die Reformation veränderte die Kirchenmusik radikal. Das gemeinsame Singen wurde zu ihrem Markenzeichen. Die singende Gemeinde im Gottesdienst, Lieder und Choräle in deutscher Sprache – das provozierte und die grossen Reformatoren stritten sich auch über die Rolle der Musik im Gottesdienst: Vereint der Gesang die Gemeinde oder lenkt die Musik bloss vom Inhalt ab? Aus der Blütezeit der reformierten Kirchenmusik ist uns das reiche Werk von Johann Sebastian Bach überliefert. Doch mit der Aufklärung verlor die Kirchenmusik gänzlich an Bedeutung und erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann ihre von Mendelssohn geführte Wiederbelebung. Das 20. Jahrhundert schliesslich bot mit Einflüssen aus Rock, Pop und Hip-Hop und mit den Taizé-Liedern einer grossen Vielfalt an Stilen Platz.

 

Johann Walter: Erhalt uns, Herr
Ludwig Senfl: O Herr, ich rüef
Loys Bourgeois: Psaume 17 - Seigneur, entens à mon bon droict
Jan Sweelink: Psaume 17 - Seigneur, enten à mon bon droit
Johann Kuhnau: Tristis est anima mea
Johann Hermann Schein: Dennoch bleibe ich stets an dir
Johann Sebastian Bach: Lobet den Herrn
Carl Friedrich Zelter: Bekennen will ich dich, o Herr
Carl Löwe: Ich komme vor dein Angesicht
Felix Mendelssohn: Richte mich Gott
Max Reger: Das Agnus Dei
Ernst Pepping: Gleichnis vom Unkraut zwischen dem Weizen
Rudolf Mauersberger: Wie liegt die Stadt so wüst
Willi Burkhard: Wie lieblich sind deine Wohnungen