Angels Dancing

Hymn to St. Cecilia

Meisterwerke der englischen Chormusik

 

Samstag, 20. März 2010, 20 Uhr

Sonntag, 21. März 2010, 17 Uhr

Pfarrkirche St. Jakob Cham

 

Benjamin Britten, William Harris, Charles Villiers Stanford

 

Konzertkritik Neue Zuger Zeitung, 22. März 2010

 

 

Zum Programm

William H. Harris (1883-1973)
Bring us, O Lord God

 

Benjamin Britten (1913-1976)

Missa brevis

Rejoice  in the Lamb

 

John Ireland (1879-1962)

Meditation on John Keble's Rogationtide hymn

 

Benjamin Britten

A Hymn to the Virgin

Hymn to St. Cecilia

 

Charles Villiers Stanford (1852-1924)

Justorum animae

Beati quorum via

 

William H. Harris

Faire is the Heaven

 

Blick in den Himmel: Ein lang gehegter Wunsch der Menschheit. Wie sieht er aus? Wem oder was begegnet man dort? Gibt es ihn überhaupt? Und wenn dort Engel sind, tanzen sie? Oder fliegen sie nur?

Das Programm gibt ungewohnte und faszinierende Antworten darauf mit einigen der besten Kompositionen Englands des 20. Jahrhunderts.

Zwei Motetten für Doppelchor von William Henry Harris (1883-1973) bilden den Rahmen für das Konzert. Die Texte der zwei englischen Dichter des 16. Jahrhunderts, Edmund Spencer und John Donne, beschreiben fantastische, jenseitige Visionen vom Himmel, die Harris mit betörendem, achtstimmigem Chorklang vertont.

Damit umrahmt werden zwei Hauptwerke von Benjamin Britten (1913-1976), Englands wichtigster Komponist des 20. Jahrhunderts. Seine «Hymn to St. Cecilia» für fünfstimmigen A-cappella-Chor vertont in drei Teilen ein Gedicht von Brittens Zeitgenosse W. H. Auden über die heilige Himmelsbewohnerin Cecilia, die Patronin der Musik.

Rejoice in the Lamb, für Chor, Soli und Orgel, vertont ein Gedicht von Christopher Smart (1722-1771), geschrieben während eines Aufenthalts in einem Sanatorium für Geisteskranke. Die Spuren seiner «religiösen Manie»" sind auch in Brittens Musik meisterhaft wiedergegeben: Die tapfere Maus, die sich windende Katze, die farbigen Blumen, Instrumente, Nimrod, Sprachen, Musik, alles lobt Gott auf seine Weise. Rhythmisch und einfallsreich ist diese grosse Musik.

Ergänzt wird das Programm mit vier weiteren Werken. Britten komponierte «A Hymn to the Virgin» mit 17 Jahren für zwei Chöre in zwei Sprachen und schuf ein wahres Kleinod. Seine Missa brevis für drei Frauenstimmen und Orgel nutzt die schillernden Farben der Orgel in Kombination mit hohen Stimmen zum grossen Effekt. Stanfords zwei beliebte, spätromantische, lateinische Motetten über die Heiligen schaffen eine Verbindung zur vorhergehenden Generation.

Der Himmel: Schönheit über Schönheit, mit Licht überflutet, weder Lärm noch Stille, kein Ende, kein Anfang, Engel in Trance tanzend, bewohnt von den Heiligen? Oder hier auf Erden zu finden, in unseren kleinen, manischen Welten? Oder in den Blumen und Tieren? Vielleicht ist er, wie Christopher Smart in «Rejoice the lamb» meint, für uns am einfachsten in der Musik zu finden. «For M is musick and therefore he is God."

 

 

Zu den Mitwirkenden

Der Zuger Chor cantori contenti

Sopran

Alt

Gabriela Bieri

Dagmar Amrein

Stefanie Christen

Sara Bächtold

Silvia Feusi-Bopp

Judith Dörflinger

Karin Hertig

Helen Keiser-Fürrer

Ariane Inglin-Torelli

Yvonne Mäder-Schürmann

Julia Kaspar

Gabriela Mattes

Hildegard Kaufmann-Thalmann

Miriam Meienberg

Ursula Meierhans Pfister

Sabina Neumayer

Nadin Saxer 

Aurelia Sutter

Marianna Staubli

Mirjam Walker

Tenor

Bass

Lukas Albrecht

Christof Buri

Horst Batschkus

Henk Geuke

Christophe Gindraux

Manuel Hebeisen

Norbert Hanke

Ralph Huwyler

Alfons Heggli

Manfred Kämpfen

Thomas Inglin

Etienne Lardon

Dirk Jäger

Christian Peter Meier

Adrian Kaufmann

André Simmen

  Pascal Stüdli

 

Stephen Smith, Leitung

 

Georg Commerell, Orgel

Der Organist und Pianist Georg Commerell ist ein musikalischer Grenzgänger mit langjährigen Erfahrungen in unterschiedlichsten Musikstilen.In Stuttgart geboren und aufgewachsen, begann seine musikalische Laufbahn am Klavier mit 5 Jahren. Mit 12 Jahren fing er an, weitgehend autodidaktisch Orgel zu lernen, und übernahm mit 16 Jahren seine erste Organistenstelle in Stuttgart. Gleichzeitig begann eine umfangreiche Konzerttätigkeit in den Bereichen Kammermusik, Liedbegleitung, Kirchenmusik, Jazz, Salsa und Popmusik.

Nach der Ausbildung an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg und dem Studium «Jazz und Popularmusik» an der Musikhochschule Stuttgart kamen musikalische Aktivitäten in den Bereichen Theater, Musical, literarisches Kabarett und Gospel dazu. Zusätzlich war Georg Commerell im Carus-Verlag Stuttgart als Lektor, Herausgeber, Bearbeiter und Notensetzer tätig.

Seit 1995 lebt Georg Commerell in der Schweiz und ist hier ein gefragter Pianist und Organist. Seine Zusammenarbeit mit verschiedenen Ensembles, Chören und Orchestern ist auf zahlreichen CDs dokumentiert.